Kreisverband Potsdam der Garten- und Siedlerfreunde e.V.
Verfasst am 20.08.2024 um 14:50 Uhr

Ergebnisse der Mitmachaktion „Insektensommer“

Symbilfoto: Kathy Büscher/Pixabay

Die Ergebnisse der zweiten Runde des Insektensommers liegen laut des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) vor. Auf seiner Webseite hat der NABU dazu detaillierte interaktive Karten zur Verfügung gestellt, auf denen man die Sichtungen einsehen kann. Außerdem gibt es eine Auswertungstabelle, in der die Insektenarten samt Sichtungsanzahl gelistet sind. Insgesamt sind laut dem NABU 2.095 Meldungen mit 333.246 Individuen eingegangen.


Am häufigsten wurde bei der zweiten Runde im August die Ackerhummel (Bombus pascuorum) gemeldet. Insgesamt 1.059 Beobachtungen wurden deutschlandweit gemeldet. Es wurden dabei 5.297 der gelblich bis rotbraunen pelzigen Insekten gezählt.


Ein Volk kann aus zwischen 100 und 150 Tieren bestehen. Der Lebensraum der Ackerhummel befindet sich vor allem in Mittel- und Südeuropa, vor allem auf Wiesen in Parks und Gärten fühlt sie sich wohl. Sie lässt sich aber auch in Mauerritzen und ähnlichem nieder. Laut des NABU erreicht die Ackerhummel eine Körperlänge von rund achtzehn Millimeter. Die Arbeiterinnen und Drohnen können bis zu vierzehn Millimeter groß werden, die Königin erreicht sogar eine Flügelspannweite von rund 30 Millimeter. Kopf und Thorax der Ackerhummel sind gelblich bis rotbraun, ihr Pelz hat eher eine gelbliche Färbung. Der Hinterleib kann gelblich oder bräunlich sein.


Mit 870 Beobachtungen liegt die Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) auf Platz zwei. Die fleißigen Unterstützer der Aktion "Insektensommer" haben 222.225 Exemplare der rot-schwarzen Insekten gezählt. Die auffällige Färbung dient zur Abschreckung, und das recht erfolgreich. So ist die Gemeine Feuerwanze laut NABU eher seltener die Beute etwa von Vögeln.   


Auf Platz drei in der Auswertungstabelle liegt das Grüne Heupferd. Insgesamt wurden 667 Beobachtungen gemeldet. Dabei zählten die Mitmachenden 1.850 der größten heimischen Heuschreckenart, wie der NABU erklärt. Das Grüne Heupferd kann man recht einfach an ihrem lauten Zirpen erkennen. Die Weibchen können ohne Flügel bis zu vier Zentimeter lang werden, und damit etwas größer als die Männchen. Die Weibchen haben zudem noch einen bis zu drei Zentimeter langen Legestachel. Damit können mehrere hundert Eier im Boden abgelegt werden. 


Symbolfoto: cocoparisienne/Pixabay

Das Grüne Heupferd liebt vor allem offene Landschaften, so lange sie nicht zu feucht oder zu kühl sind. Man kann sie daher Wiesen, Äckern, Heiden oder auch im heimischen Garten antreffen. Das typische Zirpen kommt übrigens ausschließlich von den Männchen. Denn nur sie verfügen über die sogenannten Stridulationsorgane. Mit ihrer Hilfe entsteht beim aneinanderreiben der Vorderflügel der Ton. 


Mehr zu den Ergebnissen des Insektensommers finden Sie unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/ergebnisse/ergebnistabelle.html